Polymyalgia rheumatica
Definition
Die Polymyalgia rheumatica ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung des älteren Menschen, die durch symmetrische Schmerzen und Steifigkeit im Schulter- und Beckengürtelbereich gekennzeichnet ist. Sie gehört zu den Riesenzellvaskulitiden und ist häufig mit der Arteriitis temporalis (Riesenzellarteriitis) assoziiert. Die Erkrankung zeigt typischerweise ein dramatisches Ansprechen auf niedrig dosierte Glukokortikoide.
Epidemiologie
Die Polymyalgia rheumatica betrifft fast ausschließlich Menschen über 50 Jahre, wobei der Erkrankungsgipfel zwischen 70 und 80 Jahren liegt. Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Die Inzidenz beträgt etwa 50 pro 100.000 Einwohner über 50 Jahre, wobei die Erkrankung in Nordeuropa häufiger vorkommt als in südlichen Ländern.
Ätiologie
Die genaue Ursache der Polymyalgia rheumatica ist unbekannt, wobei eine multifaktorielle Genese angenommen wird. Genetische Faktoren spielen eine Rolle, insbesondere eine Assoziation mit HLA-DR4. Infektiöse Trigger werden diskutiert, darunter Parvovirus B19 und Mycoplasma pneumoniae. Umweltfaktoren und jahreszeitliche Häufungen deuten auf eine Beteiligung exogener Auslöser hin.
Prüfungsfokus
In der Prüfung wird häufig nach der Klinik der PMR gefragt, insbesondere nach dem akuten Beginn mit proximalen Schmerzen und Morgensteifigkeit bei älteren Patienten. Das rasche Ansprechen auf niedrig dosierte Steroide ist ein klassisches Prüfungsthema. Die Abgrenzung zur Polymyositis (normale CK bei PMR) und zur rheumatoiden Arthritis (negative Rheumafaktoren bei PMR) wird regelmäßig abgefragt. Die Assoziation mit der Riesenzellarteriitis und deren Warnsymptome sind hochrelevant.
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