Röntgen-Thorax Befundung
Definition
Die Röntgen-Thorax-Befundung ist eine systematische radiologische Untersuchungsmethode zur Beurteilung von Herz, Lunge, Mediastinum, Zwerchfell und knöchernem Thorax. Sie stellt die häufigste radiologische Untersuchung dar und dient als Basisdiagnostik bei kardiopulmonalen Erkrankungen. Die Aufnahme erfolgt standardmäßig im posterior-anterioren Strahlengang (p.a.) im Stehen bei maximaler Inspiration.
Epidemiologie
Die Röntgen-Thorax-Aufnahme ist mit etwa 30-40 Prozent aller radiologischen Untersuchungen die häufigste bildgebende Diagnostik weltweit. Jährlich werden in Deutschland mehrere Millionen Thoraxaufnahmen angefertigt. Die Untersuchung ist alters- und geschlechtsunabhängig bei nahezu allen Patienten mit kardiopulmonalen Beschwerden indiziert.
Ätiologie
Die Indikationen für eine Röntgen-Thorax-Aufnahme umfassen akute und chronische pulmonale Erkrankungen, kardiale Pathologien, Traumata sowie präoperative Abklärungen bei thorakalen oder großen abdominellen Eingriffen. Häufige pathologische Befunde sind Pneumonien, Pleuraergüsse, Pneumothorax, Herzinsuffizienz mit pulmonaler Stauung sowie Raumforderungen. Die Untersuchung ist kontraindiziert bei Schwangerschaft, sofern keine vitale Indikation besteht.
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden häufig Röntgenbilder gezeigt und eine Befundung oder Diagnosestellung verlangt. Besonders wichtig ist die Kenntnis der systematischen Befundung, der Normalwerte und der typischen radiologischen Zeichen. Häufig gefragt werden Pneumothorax, Pneumonie, Pleuraerguss, Herzinsuffizienz und die Unterscheidung verschiedener Verschattungsmuster. Der Herz-Thorax-Quotient und die Beurteilung der Aufnahmequalität sind klassische Prüfungsinhalte.
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