Status epilepticus
Definition
Der Status epilepticus ist definiert als ein epileptischer Anfall, der länger als fünf Minuten andauert, oder als eine Serie von Anfällen, zwischen denen der Patient das Bewusstsein nicht wiedererlangt. Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen neurologischen Notfall, der eine sofortige Therapie erfordert. Die frühere Definition von 30 Minuten wurde auf 5 Minuten verkürzt, da ab diesem Zeitpunkt eine spontane Terminierung unwahrscheinlich wird.
Epidemiologie
Die Inzidenz des Status epilepticus liegt bei etwa 10-40 Fällen pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Die Altersverteilung zeigt zwei Häufigkeitsgipfel: Kinder unter einem Jahr und Erwachsene über 60 Jahre sind besonders häufig betroffen. Die Mortalität beträgt je nach Ätiologie und Dauer zwischen 10 und 30 Prozent.
Ätiologie
Bei bekannten Epilepsiepatienten ist die häufigste Ursache das Absetzen oder die unzureichende Einnahme von Antikonvulsiva. Akute symptomatische Ursachen umfassen Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumata, ZNS-Infektionen und metabolische Entgleisungen wie Hypoglykämie oder Elektrolytstörungen. Weitere wichtige Auslöser sind Alkoholentzug, Medikamentenintoxikationen und zerebrale Tumoren.
Prüfungsfokus
In der Prüfung werden besonders die Zeitdefinition von 5 Minuten, die Stufentherapie mit korrekten Dosierungen und die Differenzierung zwischen konvulsivem und nicht-konvulsivem Status abgefragt. Typische Fallbeispiele zeigen einen krampfenden Patienten und fragen nach dem sofortigen Vorgehen sowie der medikamentösen Therapie. Häufige Fallstricke sind die Verwechslung der Dosierungen und das Vergessen der Blutzuckermessung als erste diagnostische Maßnahme.
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