Stuhl-Diagnostik: Calprotectin, okkulte Blutung, C. difficile
Prüfungsfokus
Die KP-Kommission prüft bei der Stuhl-Diagnostik vor allem die klinische Entscheidungslogik: Wann welcher Test, wie interpretiert, welche Konsequenz. Besonders häufig werden CDI-Szenarien mit Fragen zur Isolationsmaßnahme und Therapiewahl gestellt — hier ist die Unwirksamkeit von Alkohol-Desinfektionsmitteln gegen C.-difficile-Sporen ein klassischer Prüfungspunkt. Die Unterscheidung CED vs. Reizdarmsyndrom anhand von Calprotectin ist ein weiteres Kernthema. Beim iFOBT wird die Konsequenz eines positiven Befundes (immer Koloskopie) und die Überlegenheit gegenüber dem gFOBT (Diätunabhängigkeit, höhere Spezifität) geprüft. Prüfer fragen gezielt nach der Stufendiagnostik bei C. difficile (GDH → Toxin → PCR) und nach der Situation 'PCR positiv, Toxin negativ' — hier ist die klinische Symptomatik entscheidend. Die Therapie der CDI (Vancomycin oral als Mittel der Wahl, nicht i.v.; Metronidazol nur noch Reserve) ist prüfungsrelevant. Calprotectin-Grenzwerte (50 und 200 µg/g) sowie der Zielwert unter CED-Therapie (<100 µg/g) sollten sicher beherrscht werden.
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