Tabak- und Benzodiazepin-Abhängigkeit

Psychiatrie · Suchterkrankungen · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

In der Kenntnisprüfung werden Tabak- und Benzodiazepin-Abhängigkeit häufig als Fallpräsentationen mit Fokus auf Entzugsmanagement, Differentialdiagnostik des Delirs und rechtliche Rahmenbedingungen geprüft. Typische Fallszenarien sind: (1) Ältere Patientin mit jahrelanger Lorazepam-Einnahme bei Angststörung, die nach abruptem Absetzen einen Krampfanfall erleidet — hier wird Wissen über Entzugsrisiko, Tapering-Strategie und Notfallmanagement erwartet. (2) Patient mit Tabakabhängigkeit und Fagerström-Score 7, der nach Rauchstopp depressive Symptome entwickelt — Differenzierung Nikotinentzug vs. depressive Episode. (3) Patient mit Benzodiazepin-Entzugsdelir und Verwirrtheit — Abgrenzung von Alkohol-Entzugsdelir, hepatischer Enzephalopathie und Demenz. Häufige Fallstricke in der Prüfung: Thiamin NACH Glukose geben (= Wernicke-Auslösung), Benzodiazepin abrupt absetzen ohne Tapering-Plan, Benzodiazepin-Langzeitverordnung als Therapie der Angststörung akzeptieren statt KVT zu empfehlen, PsychKG und § 1832 BGB verwechseln. Die Prüfer erwarten konkrete Dosierungen (Vareniclin-Schema, Diazepam-Äquivalenzdosen) und die Kenntnis des CIWA-B als Entzugsskala. Suizidalität muss bei Entzugspatienten aktiv erfragt werden, da das Suizidrisiko während des Entzugs erhöht ist.

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