Thrombozyten (Blutplättchen)

Labormedizin · Hämatologie Gerinnung · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

In der Kenntnisprüfung werden Thrombozyten fast immer im klinischen Kontext abgefragt — selten als isolierter Wert, häufig als Teil eines Syndroms. Die Prüfer erwarten, dass Kandidaten die Differenzialdiagnose der Thrombozytopenie systematisch abarbeiten können: Produktionsstörung vs. Destruktion vs. Verteilung. Besonders häufig geprüft werden HIT Typ II (Erkennen, sofortiges Heparin-Stopp, kein TK), TTP (Pentade, Plasmapherese als Notfall), ITP (Ausschlussdiagnose, Steroide/IVIG) und HELLP (Trias, Entbindung). Die Pseudo-Thrombozytopenie ist ein klassischer Fallstrick, der in der Prüfung als 'Zufallsbefund bei asymptomatischem Patienten' präsentiert wird. Kandidaten müssen die Transfusionsschwellen auswendig kennen: prophylaktisch unter 10 G/l (stabil) bzw. unter 20 G/l (Fieber/Infektion), präoperativ über 50 G/l (allgemein) bzw. über 80–100 G/l (Neurochirurgie, Lumbalpunktion). Der 4T-Score für HIT und die Bedeutung des relativen Thrombozytenabfalls (>50 %) sind prüfungsrelevant. Bei Thrombozytose wird die Unterscheidung reaktiv vs. klonal erwartet, inklusive der Nennung der JAK2-V617F-Mutation als Marker klonaler Erkrankungen. Die paradoxe Thromboseneigung bei HIT und bei extremer Thrombozytose (>1500 G/l mit erworbenem von-Willebrand-Syndrom) ist ein häufiger Prüfungsinhalt, da sie dem klinischen Instinkt widerspricht.

Üben wie in der echten Prüfung

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