Troponin (hochsensitiv) — hs-cTnI und hs-cTnT

Labormedizin · Kardiale Marker · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

Die Kenntnisprüfung testet Troponin fast ausnahmslos im Kontext des akuten Brustschmerzes und des ACS-Managements. Prüfer erwarten die sichere Anwendung des ESC 0h/1h-Algorithmus mit konkreten Grenzwerten, die Unterscheidung zwischen Rule-in, Rule-out und Grauzone sowie das Wissen, dass beim STEMI kein Troponin-Ergebnis abgewartet wird. Häufige Prüfungsfallen: Troponin-Erhöhung bei Niereninsuffizienz als Myokardinfarkt fehldeuten; Troponin bei SAB nicht als neurogene Schädigung erkennen; den Unterschied zwischen hs-cTnT und konventionellem Troponin nicht erklären können. Die Prüfer fragen regelmäßig nach der Kinetik (wann steigt Troponin an, wann ist der Peak, wann normalisiert es sich) und nach dem Unterschied zwischen myokardialer Schädigung und Myokardinfarkt (Vierte Universelle Definition). Das Sofortmanagement beim NSTEMI — ASS, P2Y12-Inhibitor, Antikoagulation, Zeitfenster für Koronarangiographie — wird häufig als Handlungssequenz abgefragt. Wichtig ist auch die Kenntnis nicht-ischämischer Troponin-Erhöhungen (Myokarditis, LE, Sepsis, SAB, Takotsubo) und deren differentialdiagnostische Abgrenzung. Geschlechtsspezifische Grenzwerte und die klinische Konsequenz (Frauen haben niedrigeren URL → häufiger Rule-in) sind prüfungsrelevant. Der Begriff 'MINS' (Myocardial Injury after Non-cardiac Surgery) taucht in neueren Prüfungen auf.

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