Vitamin-K-Antagonisten (Phenprocoumon)

Pharmakotherapie · Antikoagulation · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

In der Kenntnisprüfung ist Phenprocoumon eines der am häufigsten geprüften Antikoagulanzien, da es komplexe Entscheidungssituationen erfordert: Bridging perioperativ, Antagonisierung bei Blutung, Umstellung auf DOAK, Indikationsstellung bei mechanischer Klappe und Schwangerschaft. Prüfer erwarten, dass Kandidaten den Unterschied zwischen VKA und DOAK bei mechanischen Herzklappen reflexartig kennen (DOAKs kontraindiziert). Die Cumarin-Nekrose ist ein klassisches Prüfungsthema: Pathomechanismus (Protein-C-Mangel), Zeitpunkt (erste Tage), Klinik (Hautnekrose) und Management müssen sitzen. Beim Bridging-Management perioperativ müssen Kandidaten wissen: Phenprocoumon 5-7 Tage vor Eingriff absetzen, NMH-Bridging bei hohem Thromboembolie-Risiko (mechanische Klappe, VHF mit CHA2DS2-VASc ≥4), NMH 24 h vor Eingriff pausieren, postoperativ NMH nach Hämostase wieder ansetzen, Phenprocoumon überlappend. Die Antagonisierung bei schwerer Blutung (PPSB + Vitamin K1 i.v.) muss konkret benannt werden — Frischplasma (FFP) ist veraltet und nicht mehr Standard. TTR <65% als Kriterium für DOAK-Umstellung ist prüfungsrelevant. Interaktionen mit Amiodaron und Antibiotika sind häufige Fallszenarien.

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