Zwangsstörung (OCD)

Psychiatrie · Angst Zwangsstörungen · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

In der Kenntnisprüfung wird die Zwangsstörung häufig als Fallvignette präsentiert, bei der ein Patient mit zeitaufwendigen Ritualen (z.B. stundenlange Reinigungsrituale, wiederholtes Kontrollieren) vorgestellt wird, der selbst erkennt, dass sein Verhalten übertrieben ist, es aber nicht unterlassen kann. Prüfer erwarten die korrekte ICD-10-Kodierung (F42.0/F42.1/F42.2), die Benennung der diagnostischen Kriterien (Ich-Dystonie, Widerstandsversuche, Leidensdruck, ≥2 Wochen) sowie den Y-BOCS als Goldstandard-Skala mit korrekten Cut-offs. Die Abgrenzung von Wahn (ich-synton, kein Widerstand) und anankastischer Persönlichkeitsstörung (ich-synton, kein Leidensdruck durch spezifische Zwänge) ist ein klassischer Prüfungsfallstrick. Häufig wird nach der Erstlinientherapie gefragt: KVT mit ERP und SSRI (höhere Dosen als bei Depression, längere Wirklatenz von 8–12 Wochen). Ein weiterer Fallstrick ist die Clozapin-induzierte OCD: Wenn ein Patient mit Schizophrenie unter Clozapin neue Zwangssymptome entwickelt, muss dies als Nebenwirkung erkannt werden. Suizidalität bei OCD wird von Prüfern erwartet: Aktiv erfragen, Schweregrad einschätzen, bei akuter Suizidalität stationäre Aufnahme nach PsychKG. Die PANDAS-Diagnose bei Kindern mit abruptem OCD-Beginn nach Streptokokkeninfektion ist ein häufiges Prüfungsthema in der Pädiatrie-nahen Psychiatrie.

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