In der Kenntnisprüfung werden Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen häufig als Fallpräsentationen eingesetzt, bei denen die Abgrenzung zu depressiver Episode, PTBS und somatischen Ursachen geprüft wird. Typische Szenarien: 35-jährige Frau nach Trennung mit Weinen, Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen seit 3 Wochen (→ Anpassungsstörung vs. depressive Episode); 28-jähriger Mann nach Verkehrsunfall mit Betäubung, Amnesie und Angst seit 2 Tagen (→ akute Belastungsreaktion vs. PTBS-Beginn). Prüfer erwarten die korrekte ICD-10-Kodierung mit Subkategorie (F43.0 vs. F43.20 vs. F43.21 vs. F43.22) und die Begründung, warum die Kriterien einer depressiven Episode (F32) nicht erfüllt sind. Die Abgrenzung Anpassungsstörung vs. PTBS ist ein Klassiker: PTBS erfordert ein traumatisches Ereignis, das spezifische Symptomtrias (Intrusionen, Vermeidung, Hyperarousal) und eine Mindestdauer von