Die aPTT ist ein Kernthema der KP-Gerinnungsdiagnostik. Prüfer erwarten die sichere Unterscheidung zwischen isoliert verlängerter aPTT (intrinsischer Weg) und kombiniert verlängerter aPTT + Quick (gemeinsamer Weg oder Leberinsuffizienz/DIC). Der Mischungstest ist ein klassisches Prüfungsthema: Kandidaten müssen erklären können, was eine Korrektur (Faktormangel) versus Nicht-Korrektur (Inhibitor) bedeutet und welche Konsequenz das hat. Das Lupus-Antikoagulans ist eine häufige Prüfungsfalle — verlängerte aPTT, aber Thromboserisiko statt Blutungsrisiko. Die Hämophilie-Diagnostik (A vs. B, Schweregrade, Therapie) wird regelmäßig abgefragt. UFH-Monitoring mit konkreten Zielwerten (1,5–2,5-fach, 60–100 s) und das Antidot Protaminsulfat mit Dosierung müssen sicher beherrscht werden. Faktor-XII-Mangel als Ursache einer stark verlängerten aPTT ohne Blutungsneigung ist ein klassischer Fallstrick.