Die Leistenhernie bezeichnet eine Vorwölbung von Baucheingeweiden oder präperitonealem Fettgewebe durch eine angeborene …
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AUFBAU
IV.
Pathophysiologie
V.
Klassifikation
VI.
Symptome
VII.
Diagnostik
VIII.
Therapie
IX.
Komplikationen
X.
Differentialdiagnosen
XI.
Prognose
XII.
Prävention
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I.
DEFINITION
Die Leistenhernie bezeichnet eine Vorwölbung von Baucheingeweiden oder präperitonealem Fettgewebe durch eine angeborene oder erworbene Schwachstelle der Bauchwand im Bereich des Leistenkanals. Man unterscheidet die indirekte (laterale) Leistenhernie, die durch den inneren Leistenring austritt, von der direkten (medialen) Leistenhernie, die durch die Hinterwand des Leistenkanals im Hesselbach-Dreieck hervortritt. Die Leistenhernie ist die häufigste Hernienform überhaupt und erfordert in der Regel eine operative Versorgung.
MERKE
Lateral = indirekt (durch den inneren Leistenring), Medial = direkt (durch das Hesselbach-Dreieck). Merkhilfe: Lateral hat ein 'i' wie indirekt.
II.
EPIDEMIOLOGIE
Die Leistenhernie macht etwa 75 Prozent aller Hernien aus und betrifft Männer etwa achtmal häufiger als Frauen. Die Lebenszeitprävalenz für Männer liegt bei etwa 27 Prozent, für Frauen bei etwa 3 Prozent. Es zeigt sich ein zweigipfliger Altersverlauf mit einem ersten Gipfel im ersten Lebensjahr bei kongenitalen Hernien und einem zweiten Gipfel jenseits des 50. Lebensjahres bei erworbenen Hernien.
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