Das Polytrauma ist definiert als gleichzeitige Verletzung mehrerer Körperregionen oder Organsysteme, wobei mindestens …
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AUFBAU
IV.
Pathophysiologie
V.
Klassifikation
VI.
Symptome
VII.
Diagnostik
VIII.
Therapie
IX.
Komplikationen
X.
Differentialdiagnosen
XI.
Prognose
XII.
Prävention
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I.
DEFINITION
Das Polytrauma ist definiert als gleichzeitige Verletzung mehrerer Körperregionen oder Organsysteme, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist. Nach der Berlin-Definition liegt ein Polytrauma vor bei einem Injury Severity Score (ISS) von mindestens 16 Punkten plus einer oder mehrerer zusätzlicher physiologischer Störungen. Die Schwere wird durch den Abbreviated Injury Scale (AIS) für jede Körperregion bestimmt, wobei die drei am schwersten verletzten Regionen quadratisch in den ISS eingehen.
MERKE
Polytrauma = ISS ≥ 16 Punkte ODER Verletzung von mindestens 2 Körperregionen mit mindestens einer lebensbedrohlichen Verletzung.
II.
EPIDEMIOLOGIE
In Deutschland erleiden jährlich etwa 30.000 bis 35.000 Menschen ein Polytrauma, wobei die Inzidenz bei etwa 40 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Die Altersverteilung zeigt zwei Häufigkeitsgipfel: junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren sowie ältere Patienten über 65 Jahren. Männer sind etwa dreimal häufiger betroffen als Frauen, wobei Verkehrsunfälle die häufigste Ursache darstellen. Die Letalität liegt trotz moderner Versorgung bei etwa 15 bis 20 Prozent.
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