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So läuft eine Simulation ab

Ein vollständiges Gespräch zum Mitlesen — beide Phasen und die Bewertung, die daraus entsteht. Sie müssen sich dafür nicht anmelden.

Phase 1 — Anamnesegespräch

10 Minuten
Die Kandidatin führt die Anamnese. Der Patient antwortet in Alltagssprache und nennt die Diagnose nie von selbst.
Ärztin
Guten Tag, mein Name ist Dr. Aliyeva. Was führt Sie zu uns?
Patient
Guten Tag, Frau Doktor. Ich habe seit heute Morgen so ein Drücken auf der Brust. Das geht nicht weg.
Ärztin
Können Sie mir den Schmerz genauer beschreiben? Strahlt er irgendwohin aus?
Patient
In den linken Arm, ja. Und mir ist schlecht.
Ärztin
Seit wann genau bestehen die Beschwerden, und wie haben sie angefangen?
Patient
Heute früh, so gegen sechs. Ich wollte gerade aufstehen, da kam das ganz plötzlich.
Ärztin
Wie stark sind die Schmerzen auf einer Skala von eins bis zehn?
Patient
Ich würde sagen sieben. Am Anfang war es schlimmer, vielleicht acht.
Ärztin
Sind Ihnen noch andere Beschwerden aufgefallen? Etwa Luftnot oder Schwitzen?
Patient
Geschwitzt habe ich stark, ja. Und die Luft ging schwerer als sonst.
Ärztin
Hatten Sie so etwas schon einmal?
Patient
Nein, so noch nie. Manchmal ein Ziehen beim Treppensteigen, aber das ging weg.
Ärztin
Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein?
Patient
Gegen den Blutdruck etwas, eine kleine weiße Tablette. Den Namen weiß ich nicht.
Ärztin
Rauchen Sie, und wenn ja, wie viel?
Patient
Etwa eine Schachtel am Tag, seit über zwanzig Jahren.
Ärztin
Gibt es in Ihrer Familie Herzerkrankungen?
Patient
Mein Vater hatte mit sechzig einen Herzinfarkt.

Phase 2 — Arzt-Arzt-Gespräch

10 Minuten
Der Prüfer wechselt in die Fachsprache. Jetzt zählt, ob Sie den Fall strukturiert vorstellen und Ihr Vorgehen begründen können.
Prüfer
Bitte stellen Sie mir den Patienten kurz vor.
Ärztin
Es handelt sich um einen 58-jährigen Patienten mit seit etwa sechs Stunden bestehendem retrosternalem Druckgefühl mit Ausstrahlung in den linken Arm, begleitet von Übelkeit, Dyspnoe und Kaltschweißigkeit.
Prüfer
Welche Verdachtsdiagnose stellen Sie?
Ärztin
Vorrangig ein akutes Koronarsyndrom. Für die Risikokonstellation sprechen die arterielle Hypertonie, ein Nikotinabusus von etwa zwanzig Packungsjahren und die positive Familienanamnese.
Prüfer
Welche Differenzialdiagnosen ziehen Sie in Betracht?
Ärztin
Eine Aortendissektion, eine Lungenarterienembolie, eine Perikarditis sowie eine Refluxösophagitis. Die Ausstrahlung und die vegetative Begleitsymptomatik sprechen jedoch für eine kardiale Genese.
Prüfer
Wie gehen Sie diagnostisch vor?
Ärztin
Unverzüglich ein 12-Kanal-EKG, dazu Troponin und CK-MB im Verlauf, Blutbild, Elektrolyte und Gerinnung. Ergänzend eine Echokardiographie und ein Röntgen-Thorax.
Prüfer
Und therapeutisch?
Ärztin
Sauerstoffgabe bei Bedarf, Nitrate, Analgesie, ASS und Heparin nach Kontraindikationsprüfung sowie die umgehende Anmeldung zur Koronarangiographie.

Die Bewertung

Nach dem Gespräch bewertet MedMeister beide Phasen getrennt und benennt den nächsten Schritt.
Beispiel-Feedback
Fachsprache
78
Gesprächsstruktur
64
Vollständigkeit
58
Empathie
84
Dokumentation
69
Nächster Schritt: Üben Sie gezielt Medikamentenanamnese und vegetative Anamnese.
Beispielhafter Gesprächsverlauf mit beispielhafter Bewertung. Er zeigt Aufbau und Umfang einer Simulation und ist keine Aufzeichnung einer einzelnen Prüfung.
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